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Steuerlexikon

Steuern von A bis Z

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Nachgelagerte Besteuerung: « Vorheriges Thema (Nachforderung von Lohnsteuer)Nächstes Thema » (Nichtveranlagungsbescheinigung)

Der Gesetzgeber geht vermehrt dazu über, Leistungen nachgelagert zu besteuern. So werden z.B. Leistungen d.h. Auszahlungen aus zertifizierten Altersvorsorgeverträgen, Direktversicherungen, Pensionsfonds und Pensionskassen nach Maßgabe des § 22 Nr. 5 EStG besteuert. Einzahlungen bzw. Bezüge, die in der Erwerbsphase/Ansparphase vom Staat über ein Zulagensystem, Sonderausgabenabzug oder Steuerfreiheit gefördert werden, werden dann später "voll" besteuert.

Der aufgezeigte Trend betrifft auch die gesetzlichen Rentenversicherungen. Die Einzahlungen werden zunächst über einen erhöhten Sonderausgabenabzug steuerlich begünstigt, während dann die spätere Rente voll steuerpflichtig ist.

Wurden in der Ansparphase sowohl geförderte als auch nicht geförderte Beiträge geleistet, sind die späteren Leistungen aufzuteilen. Aus steuerrechtlicher Sicht wird nicht beanstandet, wenn die Leistungen ausschließlich nach dem Verhältnis der Summe der steuerfreien und/oder nicht geförderten Beiträge zur Summe der insgesamt geleisteten Beiträge ohne Berücksichtigung von Zinseffekten aufgeteilt werden (= beitragsproportionales Verfahren). Vgl. BMF, 11.11.2004 - IV C 3 - S 2257b - 47/04, DB 2004, 1556.

Die nachgelagerte Besteueurung wird über die Anlage R zur Einkommensteuererklärung sichergestellt.


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