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Steuerlexikon

Steuern von A bis Z

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Ich-AG - Überbrückungsgeld: « Vorheriges Thema (Höchstbetragsberechnung)Nächstes Thema » (Inkongruente Gewinnausschüttung)

1. Allgemeines

Existenzgründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen, haben Anspruch auf Förderung durch staatliche Finanzierungshilfen. Die Bundesrepublik unterstützt das Selbstständigsein im kleinen Rahmen. So gab es zum einen Zuschüsse durch das Überbrückungsgeld und zum anderen den Existenzgründungszuschuss, besser bekannt unter dem Namen "Ich-AG". Diese Förderungsmaßnahmen wurden mit Wirkung zum 01.08.2006 zu einer einheitlichen Leistungsart, dem sog. Gründungszuschuss zusammengefasst.

2. Gründungszuschuss ab 01.08.2006

Ab dem 01.08.2006 ersetzt der Gründungszuschuss die davor geltende " Ich-AG-Förderung" sowie das Überbrückungsgeld. Wenn der Existenzgründer noch mindestens drei Monate einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat, kann er bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit (Gewerbebetrieb/freier Beruf) einen Zuschuss erhalten. Allerdings darf er innerhalb der letzten zwei Jahre weder Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) noch Überbrückungsgeld bezogen haben.

Die Förderung besteht aus zwei Phasen und kann max. 15 Monate gewährt werden.

Grundförderung:
Gewährt wird neun Monate lang eine Grundförderung in Höhe des bisherigen Arbeitslosengeld-I-Anspruchs zuzüglich einer monatlichen Pauschale von 300 EUR zur Deckung der Sozialversicherungsausgaben.

Aufbauförderung:
Die Förderung kann um sechs Monate verlängert werden. In dieser Zeit erhält der Existenzgründer allerdings nur noch die monatliche Pauschale in Höhe von 300 EUR. Über diese Verlängerung der Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit.

Praxistipp:
Die gesamte Förderung ist steuerfrei; sie unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt gem. § 32b EStG.



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